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Montag, 13. November 2017

We Hemp a Dream - Uta Stechl








Uta Stechl erläutert das breite Anwendungsspektrum von Hanf und die Bedeutung von Hanf für die Ernährung, Gesundheit und für die Hanfstrohnutzung in Bau-, Holz-, Papierindustrie sowie die Nutzung als Rohstoff für Biocomposite. Historisch wurde Hanf vor knapp hundert Jahren aus sämtlichen Wirtschaftskreisläufen verdrängt, bekannt unter Prohibition.

Um Hanf vom verpönten Marihuana-Image zu befreien, wurden Sorten gezüchtet, die nur noch einen extrem minimalen THC-Gehalt hatten, unter 0,2 % THC. THC = Tetrahydrocannabinol, ist der Inhaltsstoff im Hanf der für die bewusstseinsveränderne Wirkung verantwortlich ist. Diese Sorten wurden dann unter dem Begriff Industriehanf 1996 für landwirtschaftliche Zwecke genehmigt. Seit dem wird dieser Industriehanf zur Nutzung von Samen und Stroh in der EU wieder angebaut. Die Bedeutung von Hanf aus ökologischer Sicht:

Hanf ist ein Tiefwurzler und fördert Mineralstoffe aus tieferen Erdschichten an die Oberfläche und verbessert so die Bodenfruchtbarkeit, ganz besonders für die Nachfrucht. Hanf produziert in nur 100 Tagen eine gewaltige Biomasse von 6 – 10 Tonnen/ha. Hanf kann ohne Pestizide und Herbizide angebaut werden. Konkret ist es so, dass derzeit europaweit keine Herbizide und Pestizide für ein Einsatz in Hanffeldern zugelassen sind. Im Gegensatz erfordert der Baumwollanbau einen hohen Einsatz an Chemikalien und hat vergleichsweise nur etwa den halben Hektarertrag wie Hanf.

Hanf aus ernährungsphysiologischer Hinsicht ist gerade wegen seiner Öle und Proteine ein sogenanntes Superfood. Im Hanföl entspricht das Verhältnis von einfach- und mehrfachgesättigten Fettsäuren wie kein anderes Öl genau dem menschlichen Fett im Körper und in der Haut. Das Hanfprotein ist weder chemisch noch thermisch verarbeitet und somit ein reines Rohprotein, dessen Aminosäurenspektrum dem menschlichen so ähnlich ist, dass 95 % des Eiweißes in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden können und damit die Nieren nicht unnötig durch Eiweißmengen belastet werden, die letztendlich für den Körper überflüssig sind. Hanfprotein ist ideal für den Hochleistungssport, Rekonvaleszenz und Kinder. Hanfprotein kann zu Hanfriegel, Hanfdrinks und vielem anderen mehr verarbeitet werden. Bezugsquelle für den Großhandel und die Lebensmittelindustrie an Hanfproteine, Hanföle, Hanfsamen, Hanfblütentee, Hanfblättern, Hanf-Hatcha finden Sie unter http://besthemp.de

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Quelle und Dank an: www.youtube.com/channel/UCPOmsF_XgQohcJhdj58zshg

Mittwoch, 8. November 2017

Allerhanf - Tom Lutz und Erich Hambach bei SteinZeit






Am 18. & 19. November 2017 findet Deutschlands erster Hanfkongress für regionalen Anbau, Verarbeitung und Verwendung von Nutzhanf statt. Und zwar in der Stadthalle in Grafing bei München.

Der Kongress dient dazu, der ältesten und mächtigsten Kulturpflanze der Welt wieder zu ihrem angestammten Platz in der Region, vor Ort, zu verhelfen. Dies wird auch deshalb passieren, da die wertvollen Informationen des Kongresses zu einem Umdenken in Sachen Nutzhanf im Chiemgau führen werden.

Auf Einladung der Chiemgauer Hanfinitiative um Ursula Mock, Erich Hambach und Tom Lutz findet dieser bisher einzigartige Kongress Mitte September unter der Schirmherrschaft des Vereines ALLERHAND AM ALPENRAND statt. Es kommen hochkarätige, zum Teil international und mit hoher Reputation, Referenten nach Grafing bei München um dem interessierten Publikum das große Potential der Hanfpflanze als regionale Nutzpflanze aufzuzeigen.

Dies sind unter anderem der Hanfpionier Christoph Kirchler aus Südtirol, Vorreiter Christian Frenkenberger aus Österreich und Prof. Ralf Otterpohl ein führender Visonär, Praktiker und Forscher.

Nutzhanf wird nachweislich seit ca. 5000 Jahren kultiviert und genutzt; er spielte in allen Lebensbereichen eine wichtige Rolle. Ob als Lebensmittel, Kleidung oder  Baustoff  – diese Pflanze ist ein wertvoller Bodenverbesserer, Energie- und Papierlieferant.

Der Zweck dieses Kongresses, welcher übrigens von Robert Stein (Steinzeit.TV & NuoViso) moderiert wird, soll sein diese unglaublichen Vorteile in regionalen Kreisläufen wieder zu etablieren, So werden die Themen regionaler Anbau, regionale Verarbeitung und die regionale Nutzung in diesen beiden Tagen von ausgewiesenen Experten ausführlich dargestellt und Zukunftschancen für Landwirtschaft und Verbraucher in unserer Region aufgezeigt.

Bei Ausstellern können die Besucher gleich erste Produkte aus der Anwendung von Nutzhanf kennenlernen und sich aus der Praxis umfassend informieren.

An Programmpunkten erwarten die Gäste unter anderem: Die regionale Hanfinitiative und Wissenswertes zum Thema Hanf / Baubiologisches Bauen mit Hanf / Südtiroler Hanfsystem: Hanf in den Alpen / Hanf als Lebensmittel / Filmprojekt Hanf Dokumentation / Gesundheit für die Haut / Bekleidung aus Hanf / Anbau- und Erntetechnik /Podiumsdiskussion mit Fragen und Austausch.
Alle Infos gibt es unter: www.allerhanf.de

Ergänzung dazu Klick hier: und auch hier:

oder die Suchfunktion auf unserer Seite benutzen.




Quelle und Dank an: www.youtube.com/channel/UCqFccwdgmRa9sdGANiitySw

Sonntag, 16. April 2017

Das erste Einkaufszentrum der Welt ?_ für reparierte und recycelte Waren eröffnet in Schweden




Erstes Kaufhaus_?_Nichts Neues !__ siehe z.B. hier: 

Das weltweit erste Einkaufszentrum für recycelte und reparierte Waren verhindert, dass Gegenstände unnötigerweise auf Müllhalden abgeladen werden. Dieses Unternehmen ist gut für die Umwelt und es hat die Wirtschaft angekurbelt.

Weil die Menschen in Gesellschaften der ersten Welt darauf konditioniert worden sind zu glauben, sie würden die neueste Technologie brauchen, oder auch neue Kleidung für jede Saison und Geräte, die immer so aussehen, als kämen sie gerade frisch aus dem Katalog – deshalb werfen die Konsumenten alltäglich viele absolut einwandfreie Gegenstände weg.


Mittwoch, 29. März 2017

Dichter deines Lebens sein






Anknüpfend an dieses Video:
https://www.youtube.com/watch?v=Eancd...

http://gutenberg.spiegel.de/buch/-324...

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Folgt mir im Internet:
-Kontakt & Podcast: http://martin-sellner.at
-Twitter: https://twitter.com/Martin_Sellner
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Wer diese Videos mag und will, dass sie weiter erscheinen, kann mich auch hier unterstützen:

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Quelle und Dank an: Martin Sellner/www.youtube.com/channel/UCZ8uFo1RKSgEg-od3Yu10Pw

Mittwoch, 20. Juli 2016

Weltrekord: 50 Millionen Bäume gepflanzt


Foto: 1tree4one.com
Foto: 1tree4one.com

Mehr als 800.000 Menschen haben in dem indischen Bundesstaat Uttar Pradesh innerhalb von 24 Stunden 50 Millionen Bäume gepflanzt.

An der Weltrekordpflanzung am 11. Juli 2016 beteiligten sich u.a. Studenten, Regierungsbeamte, Hausfrauen und zahlreiche Mitglieder aus Non-Profit-Organisationen.
80 verschiedene Baumarten aus über 950 Baumschulen wurden verteilt und an vorher bestimmten Stellen an Landstraßen und Autobahnen, Gleisanlagen und Waldflächen in dem nördlichen indischen Staat gepflanzt.


Die Aktion ist Teil der Bemühungen nach der Pariser-Klimakonferenz die Bewaldung in Indien bis 2030 auf 95 Millionen Hektar zu erhöhen. Dafür will die Regierung 6,2 Milliarden US-$ investieren. Derzeit werden 29 weitere Staaten von der Regierung ermutigt, Baumpflanzungsaktionen durchzuführen.


Quelle und Dank an: www.newslichter.de

Montag, 28. März 2016

10 gute Gründe aus dem System auszusteigen




...und es gibt noch so viele mehr! Dies sind jedoch meiner Ansicht nach die grundlegendsten. Wem diese Gedanken neu sein sollten, einfach mal darüber nachdenken und das eigene Leben und die Dinge um einen herum ruhig mal in Frage stellen. Kann nie schaden.



Quelle und Dank an:  http://HeikoDerAussteiger.jimdo.com
► http://youtube.com/HeikoDerAussteiger /http://brd-schwindel.org/

Donnerstag, 4. Februar 2016

Ein anderes Europa ist möglich_Unzensuriert-TV 8




Unzensuriert-TV: Ein anderes Europa ist möglich!
Marine Le Pen sieht Ende der Willkommenskultur: „Merkels Verhalten wird noch von der Geschichte beurteilt werden!“

Der patriotische Widerstand gegen die verhängnisvolle Politik der Europäischen Union und vieler ihrer Mitgliedstaaten gewinnt immer mehr an Kraft. Einzelne Parteien, die in ihren Ländern teilweise in Umfragen an der Spitze liegen, haben sich in der EU-Fraktion „Europa der Nationen und der Freiheit“ (ENF) formiert, die seit ihrer Gründung im Juni 2015 weitere Unterstützer gefunden hat. Vergangene Woche präsentierten die Spitzen dieser Parteien in Mailand ihr Modell eines anderen Europa bei einem Kongress mit dem Titel „Frei und stark – Ein andere Europa ist möglich“.

Unzensuriert-TV war in Mailand dabei und führte am Rande der Konferenz Interviews mit führenden Repräsentanten der Gruppe: mit Frankreichs Marine Le Pen (Front National), mit Italiens Matteo Salvini (Lega Nord) und Österreichs HC Strache (FPÖ).

Sie alle zeigten sich überzeugt, durch den ständig wachsenden Wählerzuspruch ein Ende der derzeitigen EU herbeiführen zu können. „Merkels Verhalten wird noch von der Geschichte beurteilt werden“, sagte Marine Le Pen mit Blick auf die „Willkommenskultur“ der deutschen Kanzlerin, die gerade in sich selbst zerbreche. „Endlich haben wir es geschafft“, zeigte sich auch Matteo Salvini euphorisch angesichts der wachsenden Kraft der Patrioten, die gezeigt hätten, dass es eine Alternative gebe zum „Europa von Merkel, dem Europa der Banken, der Arbeitslosigkeit, der Zuwanderung“.

HC Strache rechnet für die FPÖ mit einer Vorreiterrolle beim Aufbrechen des derzeitigen Systems – dann nämlich, wenn es nach den Bundespräsidentenwahlen im Herbst in Österreich auch zu vorgezogenen Nationalratswahlen kommen sollte. Dann könnte „eine Art Dominoeffekt“ ausgelöst werden, so HC Strache. Sein Anspruch sei es, „die neue Avantgarde der Politik von Österreich aus sicherzustellen“.

Die gesamte Veranstaltung in Mailand kann unter folgenden Links angesehen werden:
Kongress: https://www.youtube.com/watch?v=mrPxA...
Pressekonferenz: https://www.youtube.com/watch?v=lAXEF...

Webseite: http://www.unzensuriert.at/
Facebook: https://www.facebook.com/unzensuriert
Twitter: https://www.twitter.com/unzensuriert



Quelle und Dank an: www.youtube.com/channel/UCO2ikjgXF6tVqaiwZeDDltw/www.unzensuriert.at

Freitag, 29. Januar 2016

Kritische Masse: 10 Prozent für ein neues Paradigma ?

Oft, wenn ich mit Menschen darüber spreche, dass ich an einen großen Wandel glaube, an ein fundamentales Umdenken der Menschheit, verweisen mich vor allem pessimistische Gesprächspartner immer wieder auf ein Argument: Sieh dich doch nur mal um, der Großteil der Menschen ist doch überhaupt nicht bereit und in der Lage es zu verstehen!

Abgesehen davon, dass eine gute Portion Arroganz dazugehört, zu glauben, andere Menschen wären nicht in der Lage ein so einfaches Prinzip wie Kooperation zu begreifen, gibt es noch eine andere Sichtweise auf diesen Einwand. Es ist überhaupt nicht nötig, dass alle Menschen zu einem Verständnis großer philosophischer Tiefe gelangen. Um eine neue Meinung und ein neues Paradigma zu etablieren, reicht eine verhältnismäßig kleine Gruppe von Menschen – eine „kritische Masse“, die nach dem heutigen Stand der Wissenschaft bei etwa 5-10 Prozent zu liegen scheint.


Mittwoch, 20. Januar 2016

Raus aus Merkels Irrenhaus: Selbst-Befreiung durch freie Gemeinden - Wolfgang Eggert im NuoViso Talk




Politische Mitbestimmung
Gerechtere Löhne
Bessere, gewaltfreie Schulen
Mehr Gemeinschaft
Weniger Stress
Weniger Überwachung
Gelebtere Identität, echtere Werte
Mit einem Wort: mehr Glück

Jeder will´s, keiner kriegt´s - und alle warten auf diesen einzigen Politiker, der sich nach seiner Wahl noch an die Versprechungen erinnert, mit denen er Tage zuvor noch auf Stimmenfang gegangen war. Die sich aber immer wieder aufs neue als "Versprecher" entpuppen, nachdem die Volks-Vertreter von den Lobby-Agenten ins einträgliche "Gebet" genommen wurden. Was bei den Mauscheleien herauskommt ist bekannt und firmiert seit 1990 unter den Begriffen Liberalisierung und Globalisierung. Ein "alternativlos" genanntes Patentrezept, das auf freie Fahrt für die crashbedrohte Finanz"industrie" setzt. Turbo raus, damit es "allen besser" geht, lautet der Slogan. Wieder einmal malen sich am Horizont Helmut Kohls "blühende Landschaften" ab, nur diesmal in geradezu epischer Breite, in weltweitem Ausmass.

Damit der deutsche Michel auf dem Weg in das zugewiesene Paradies nicht ausser Puste gerät haben ihm die Elitenvertreter das Marschgepäck ein wenig erleichtert. Weg mit dem antiquierten Nationenbegriff, arrivederci Staatsvolk, fort mit der Pleitewährung D-Mark, wer braucht noch eine Bundesbank?! Alles hinderliche Hürden für die "Mobilität", das Zauberwort der Globalisierer. Und so fliesst deutsches Steuergeld ohne lästiges Regulieren zur Bankenrettung nach Südeuropa, während sich Multis von dort unbürokratisch die begehrte Billig-Facharbeiterschaft in Millionenstärke ins Land holen können. Eine Chance für jeden: Der deutsche Beschäftigte lernt seine Arbeitsstätte bereits für 5 Euro Stundenlohn kennen, amtlich zugelassene Schariagerichte bereichern den bis dato drögen Justizalltag, das Halal gekennzeichnete Warenangebot im nächsten Supermarkt steigt von Tag zu Tag, während - eine echte Chance für Machos - Frau Gemahlin den Wocheneinkauf endlich wieder in gebührlichem Abstand hinter dem starken Geschlecht herträgt - oder im übergriffigen Kölner Karneval Burka nebst Keuscheitsgürtel als Kostüm der Wahl entdeckt. Dass es noch zu kleinen sprachlichen Missverständnissen kommt - in Brüssel besorgten in der Sylvesternacht 2016 syrische Kieferchirurgen und Atomwissenschaftler die "Sprengung" des größten Weihnachtsbaums der Stadt auf pyrotechnischem Wege - Schwamm drüber. Schliesslich begleiteten die Hobbygärtner ihr Husarenstück mit dem orientalischen Neujahrswunsch "Allahu Akbar", zu deutsch "guten Rutsch ins Neue". Europa und mit ihm Deutschland lernen dazu, neue Sitten und Gebräuche, es wird einfach "bunter"!
Ironie aus.

Was macht nun der, dem all das spanisch vorkommt, dem es am Ende gar zu bunt wird? Schließlich fühlen sich Umfragen zufolge immer weniger Deutsche von der stattfindenen Umwälzung beglückt oder gar "bereichert". Sie machen das, wozu man sie erzogen hat und was sie in ihrem traurigen Dasein nie anders kannten: Sie unterzeichnen ihre Entmündigung, indem sie ihre "Stimme" abgeben - an Abgeordnete, deren Kaufwert in Lobbyistenkreisen unter dem mancher Edelhure gehandelt wird. Sie schreiben anonyme Leserbriefe, die manchmal auch veröffentlicht werden. Oder treffen sich zu Demonstrationen, auf denen sie bis zum Einbruch der Dunkelheit entlang einer staatlich festgelegten Marschroute Plakate hochheben dürfen. Über die sich die Machthaber nebst "ihrer" Politdarsteller gar köstlich amüsieren. Während die gleichfalls zugekaufte Journalistenmeute auf die demokratischen Protestler losgelassen wird. Wer glaubt, daß er auf diese Weise seine Lage bessert, der irrt gewaltig.

Wie also kommt man sonst aus dem WahnsinnsSystem heraus, wie lassen sich seine Kollateralschäden bereits heute minimieren, bevor die Verhältnisse noch schlimmer werden, bevor die Städte brennen und die unstemmbaren Kosten für Migration und Eurorettung in eine flächendeckende Enteignung, eine Währungsreform, münden? Wolfgang Eggert hat sich Jahre mit dieser Frage befasst. Er sagt: Wer Schaden von sich fernhalten und ein besseres, selbstbestimmtes Leben führen will, muss aussteigen. Muss raus aus Merkes Irrenhaus. Direkte Demokratie, gerechte Löhne, sicheres Geld, gewaltfreie Schulen, gelebte Identität, mehr Glück ist möglich. Aber nur, wenn man sich für eine eigene Kommunität entscheidet.

Kontakt zu Wolfgang Eggert: beimpropheten@hotmail.com



Quelle und Dank an:NuoViso.TV / www.youtube.com/channel/UCPOmsF_XgQohcJhdj58zshg

Dienstag, 21. April 2015

US-Unternehmer zahlt $ 70.000 Mindestlohn an alle Mitarbeiter

Gravity Payments, ein Kreditkartenanbieter in den USA, zahlt allen 120 Mitarbeitern den Mindestlohn von 70.000 US-Dollar per anno. Auch dem einfachen Sachbearbeiter. Dafür verzichtet der Inhaber auf seine § 1 Mio. per anno, die er dafür auf $ 70.000 kürzt.
 

Dan Preis, C.E.O. der Gravity Payments, überraschte seine 120 Mitarbeiter mit der Ankündigung, dass er in den nächsten drei Jahren plant, das Gehalt jedes Mitarbeiters auf $ 70.000 pro Jahr zu erhöhen. Von Matthew Williams am 14. April 2015. – Foto-Quelle:nytimes.com
The New York Times 14.04.2015 Die Idee kam ihm nachdem er einen Artikel über das Glück gelesen hatte, sagte Dan Price, der Gründer von Gravity Payments. Es wurde ihm verdeutlicht, dass Menschen, die von weniger als etwa 70.000 $ leben müssen, ein Mehr an Geld einen großen Unterschied in ihrem Leben ausmacht. Alles was darüber liegt, mache die Menschen nicht glücklicher.
 
Seine Idee wurde an einem Montagnachmittag zur Realität, als Herr Price seine 120 Mitarbeiter mit der Ankündigung überraschte, dass er in den nächsten drei Jahren planen würde, das Gehalt auch dem niedrigst bezahlten Sachbearbeiter, den Mitarbeitern im Kundendienst und den Verkäufern, auf das Minimum von $ 70.000 zu erhöhen.
 
“Ist hier grad jemand ausgeflippt?”, Fragte Mr. Price nach dem Klatschen und Keuchhusten seiner Mitarbeiter legten sich ein paar Momente der Stille über den Raum. “Ich bin wohl ein bisschen verrückt?”
Wenn es ein Werbegag wäre, dann wäre es eine kostspielige Angelegenheit. Herr Price, der 2004 im Alter von 19 Jahren die in Seattle ansässige Firma für Kreditkartenzahlungen gründete, sagte, er würde für die Lohnerhöhungen sein eigenes Gehalt von fast 1 Mio. Dollar auf $ 70.000 kürzen. Der freiwerdende Betrag würde 75 bis 80 Prozent der Lohnerhöhungen ausmachen. Den Rest von $ 2.200.000 würde die Gesellschaft als Gewinnen in diesem Jahr erwarten.
 
Das Bild zeigt, wie seine Mitarbeiter auf die Nachricht reagieren. Der Durchschnittslohn bei Gravity Payments liegt bei $ 48.000 per anno.
Die Gehaltsschecks von etwa 70 Mitarbeitern wird wachsen. Bei 30 wird es eine Verdoppelung ihrer Gehälter geben, sagte Ryan Pirkle, ein Unternehmenssprecher. Das durchschnittliche Gehalt liege derzeit bei $ 48.000 pro Jahr.
Herr Price kleines, privat geführtes Unternehmen ist auf keinen Fall ein Leithammel, aber sein ungewöhnlicher Vorschlag geht auf eine wirtschaftliche Frage zurück. Auf die nationale Aufmerksamkeit, die mit diesem Plan eingefangen wird. Es gibt keinen Unterschied mehr, zwischen dem ansteigenden Lohn der Vorstände und dem ihrer unterstellten Mitarbeiter.
 
Die USA haben eine der weltweit größten Lohnunterschiede. Vorstände verdienen fast 300-mal so viel, wie der durchschnittliche Arbeitnehmer, meinen Schätzungen einiger Ökonomen. Das ist viel höher als das 20-zu-1-Verhältnis des Gilded Age Magnaten, wie J. Pierpont Morgan und der vom visionären Management des 20. Jahrhundert, Peter Drucker empfohlen Größenordnung.
 

Montag, 13. April 2015

Sowohl als auch #3: Was kann der Einzelne tun?




Viele Menschen haben das Gefühl, den Problemen der Welt ohnmächtig gegenüber zu stehen. Sie ziehen sich ins Private zurück.

Diese sich zurückziehen ist verständlich, aber keine Lösung für die Probleme auf diesen Planeten. Im Gegenteil. Wer seinen Glauben an Veränderung aufgibt macht sich selbst zum Täter auch wenn er sich als Opfer empfindet. Wie ausbrechen aus diesem Kreis?

Jede Handlung, und möge sie einem persönlich noch so winzig erscheinen, hat eine Wirkung.
Jeder kann etwas tun. Zuversicht und Geduld sind Teil des Prozesses an dessen Ende eine bessere Welt steht.

Bilbo Calvez ist eine unverbesserliche Idealistin. Sie betrachtet Probleme als Herausforderungen die sie zu meistern bereit ist.

In der aktuellen Folge von "Sowohl als auch #3" gibt die in Berlin lebende Französin einige Ratschläge wie jeder Einzelne sich einbringen kann.



Quelle und Dank an:  www.youtube.com/channel/UCr6VVXep3Fs5EOtjMK3i2AQ

Montag, 12. Januar 2015

11 Gründe, warum freiwilliges Arbeiten etwas ist, das du nicht verpassen willst

Christian Stolle
Waking Times

 
1.) Du kannst mit wenig Geld die Welt bereisen
 
Egal ob in New York City, im Amazonas-Dschungel in Brasilien, an einem Surfspot in Bali, auf einer Farm in den Schweizer Alpen oder in der Kalahari – praktisch überall gibt es Orte, an denen man Freiwilligenarbeit leisten kann.
 
 
2.) Du lernst neue Orte von innen kennen 
Anstatt irgendwo als Tourist anzukommen und zu verweilen, bekommst du einen guten Eindruck davon, wie es ist, an einem Ort zu leben. Wenn du zusätzliche Expeditionen startest, hast du den Vorteil, mit Insiderwissen von deinem Gastgeber ausgerüstet zu sein.


Mittwoch, 3. Dezember 2014

Selbständigkeit als spiritueller Weg


Bittel, Energiebilder
(Bild: Roger Bittel, Energiebilder) 

 Für viele ist Selbständigkeit der Traum, weil sie denken, auf diese Weise zu den Topverdienern aufzusteigen.

 Sehr viele Menschen möchten aber ganz nach ihren Überzeugungen neue und sinnvolle Wege gehen, sich nicht verbiegen müssen und wirklich etwas zum Guten in dieser Welt beitragen.

Für diese Einsteiger bietet sich meistens nur die Selbständigkeit an. 

Das bedarf aber neben einigen Kenntnissen im Behördendschungel auch eines klaren Bewußtseins, wie dieser Weg ganzheitlich zu gehen und zu bewältigen ist.


Montag, 20. Oktober 2014

Restaurant für einen Tag

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Am 15. November ist wieder Restaurant Day, ein Festival rund ums Essen, geschaffen von Tausenden Menschen, die weltweit “Ein-Tages-Restaurants” organisieren oder diese besuchen.


Ein freudiger Tag mit den Menschen aus der Nachbarschaft, an dem die Leidenschaft für Speisen und Getränke das verbindende Glied ist. Alle teilnehmenden “Ein-Tages-Gastronomen” sind für ihr Restaurant selbst verantwortlich.

Die Idee stammt von Timo Santana, der mit zwei Freunden in Helsinki „Ravintolapäiva“ – den „Restaurant Day“ – erfand. Beim ersten Mal eröffneten spontan 41 kleine, sehr besondere Restaurants. Heute ist der Restaurant Day „The World’s biggest Food Event“: In mehr als 400 Städten weltweit haben in den letzten vier Jahren etwa 12.000 Eintags-Restaurants mehr als 1,2 Millionen Menschen bedient.

Inspiration für Ideen auf der Website: “Kaffee und Kuchen an der Spree, Picknick aus dem Kofferraum deines Autos, ein 6-Gänge Menü in deinem Wohnzimmer — wie sieht dein Restaurant aus und wie schmeckt es? Je ausgefallener das Konzept, desto mehr zufriedene Kunden zieht es an. Pfiffigkeit ist aber nicht das Hauptziel — denke am Besten an ein Restaurant, dass du selbst lieben würdest.

Der Ort ist der Schlüssel. Im Sommer sind es Parks, Innenhöfe und Straßenecken. Im Winter versammeln sich Restaurant Day Liebhaber in Wohnungen, Büros oder anderen gemütlichen Orten.”


Plätty, Helsinki Ravintolapäivä / Restaurant Day 19.5.2012 Photo: Marinella Ruusunen
Plätty, Helsinki Ravintolapäivä / Restaurant Day 19.5.2012 Photo: Marinella Ruusunen

Übrigens: Keiner der bisherigen „Pop-up-Restaurants“ hatte je eine offizielle Genehmigung! Seit vier Jahren läuft die Initiative quasi im rechtsfreien Raum. „So what?“, meint Santana. “Eat first, ask questions later”, ist folgerichtig das Motto der Bewegung.

Hier gehts zur Übersichtkarte mit den bisher angemeldeten Eintagesrestaurants.


Quelle und Dank an: www.newslichter.de

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Tag der Wahrheit am 3. Oktober 2014 in Nürnberg - Al Kreida in Nürnberg

Eine Aktion vom Alles Schall und Rauch Stammtisch in Nürnberg

Der Aufruf von u.a. Eva Hermann zu einem Tag der Wahrheit am 3. Oktober wurde auch erfolgreich und kreativ in Nürnberg umgesetzt. Eine bunt gemischte Truppe bestehend aus Leuten der Montags-Friedensmahnwache und unserem Stammtisch fanden sich zuerst an der Straße der Menschenrechte in Nürnberg zusammen und starteten für gut 1 Std. eine Al-Kreida-Aktion.

Anschließend zogen wir weiter zum Pressehaus der Nürnberger Nachrichten und befestigten dort einige nette Sprüche an deren Haussäulen. Höhepunkt war u.a. die vor dem Eingang aufgestellte WC-Schüssel als Symbol für die derzeitige Qualität der Presse.

Wir hatten jede Menge Spaß und wurden von der Polizei nicht belästigt, da diese glücklicherweise anderweitig beschäftigt und mit der Sicherheit des Nürnberger Stadtlaufs ausgelastet war. Die Resonanz der vorbeilaufenden Bürger war überwältigend und absolut positiv! 

Hier ein paar Impressionen:


































Quelle und Dank an: http://asr-stammtisch-nuernberg.blogspot.de und www.youtube.com/channel/UCEENgkHydM44A6Zpz7GyWUQ

Samstag, 4. Oktober 2014

Natürliches lernen an der Schetinin Schule-Richard Kandlin (17) - (LAIS-Schule)

Ergänzung-siehe:      Beitrag: Schetinin Schule
           und   Eine Leuchtende Botschaft _Tekos





In jedem Kind steckt ein Genie. Die meisten Lehrer wissen nur nicht, wie sie das Genie aus ihren Schülern herauslocken sollen.
— Hirnforscher Dr. Gerald Hüther

AUF DEN PUNKT GEBRACHT

Kinder haben wahrlich erstaunliche Talente. Bei Lieblingsfilmen und Büchern können sie problemlos auswendig mit sprechen , 196 Pokémons fließend aufzählen und fremde Sprachen in wenigen Monaten (er)lernen.Wäre es nicht fantastisch, unsere Kinder könnten sich ebenso spielend Mathematik, Physik, Geschichte, Biologie und andere Natur- und Geisteswissenschaften aneignen?
Die drei Säulen des Lernens:

BEZIEHUNG, STRUKTUR, RAUM

Wer glaubt, beim Lernen gehe es darum, Fakten zu büffeln, der liegt völlig falsch; Einzelheiten machen nur im Zusammenhang Sinn, und es ist dieser Zusammenhang und dieser Sinn, der die Einzelheiten interessant macht. Und nur dann, wenn die Fakten in diesem Sinne interessant sind, werden wir sie auch behalten.
— Manfred Spitzer, Lernen - Gehirnforschung und die Schule des Lebens

BEZIEHUNG

Eine bewusst gestaltete, gelungene Beziehungskultur ist essentiell für eine gute und damit erfolgreiche Schule.

Inhaltliches und soziales Lernen gehen Hand in Hand. Das Gedeihen der Beziehungen wird mit Methoden des Psychodramas (z.B. Rollenspiele) und der Soziometrie aktiv unterstützt.

Kinder und Jugendliche sind eingeladen, sich selbst und ihre Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken und Gefühle und Bedürfnisse Anderer anzunehmen. Durch unterschiedliche Sichtweisen können entstehende Konflikte konstruktiv gelöst werden. Die Vielfalt in der Gruppe wird als Bereicherung erlebt.

STRUKTUR

Gemeinsam gestaltete Strukturen geben den Kindern und Jugendlichen jene Sicherheit, die als Basis für natürliches Lernen dienen.

LERN- UND SPIELGRUPPEN

Kinder und Jugendliche organisieren sich selbständig in sogenannten Lern- und Spielgruppen zu 6-8 Personen, unterstützt von einem Lernbegleiter oder einer Lernbegleiterin. Jedes Kind ist gleichzeitig LehrerIn und SchülerIn. Die Leitungsrolle in der Gruppe wird von den Kindern abwechselnd übernommen.

STRUKTUR DES LERNENS

Natur- und Geisteswissenschaftliche Inhalte werden in einer logisch aufeinander aufbauenden Abfolge erlernt. In 6-12 Wochen wird ein fachliches Themengebiet erarbeitet, bis die Gruppe den Inhalt in all seinen Kontexten erforscht und verstanden hat. Darüber hinaus erwerben die Kinder und Jugendlichen auch Kompetenzen durch Mitverantwortung in der Organisation und Gestaltung des Schulalltags (z.B. Reinigung, Bauen, Gärtnern und Kochen, etc.).

NATÜRLICHES LERNEN MIT SCHAUBILDERN

Schaubilder geben von Beginn an einen klaren Überblick über den gesamten Umfang eines Faches und ermöglichen dadurch, spezifische Inhalte stets in einem größeren Kontext zu verstehen. Von einem Schaubild ausgehend werden daraufhin die Unterthemen erarbeitet, je nach Interesse bis ins kleinste Detail. (siehe Struktur des Lernens - Details)

RAUM

Ein Kind hat drei Lehrer: Der erste Lehrer sind die anderen Kinder. Der zweite Lehrer ist der Lehrer. Der dritte Lehrer ist der Raum
— Sprichwort aus Schweden
Lernen findet überall und jederzeit statt. Gemeinsam gestaltete Räume sowie Natur sorgen für das notwendige Umfeld.

Die Raumgestaltung wird von Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit den LernbegleiterInnen geplant und umgesetzt. Auch natürliche Umgebung (Kultur- und Naturlandschaften) sowie Tiere sind ein wesentlicher Teil der LAIS Schule.

Kinder und Jugendlichen lernen häufig in Projekten, beim Konstruieren, Bauen, Kochen, Gärtnern, kreativen Gestalten oder genießen die Stille im eigenen Rückzugsbereich. Es entsteht Freiraum, um eigenen Interessen und Projekten nachzugehen.

Ernährung spielt eine entscheidende Rolle, da sie die Aufnahmefähigkeit von Lerninhalten sowie die körperliche und geistige Gesundheit beeinflusst. Die Schule strebt durch Gartenbau eine Selbstversorgung mit Obst, Gemüse und Kräutern an.



Quelle und Dank an:  http://mongos-weisheiten.blogspot.de /www.youtube.com/channel/UCWZ-SuIGqqTkjpvIaRxPDoA

Sonntag, 10. August 2014

Wir sind Tante-Emma-2.0

Nachhaltige regionale Vernetzung ist das Gebot der Stunde

Wer kennt sie nicht, die berühmte Tante Emma, die noch bis in die siebziger Jahre den Kolonialladen vor Ort führte? Die Koseform Emma kommt aus dem Germanischen ­ermana und bedeutet so viel wie allumfassend, mächtig und groß. Unter der Linde trafen sich die Menschen  zum Ausklang der Arbeitswoche, um Freya, der Fruchtbarkeitsgöttin, zu huldigen. Es wurde gesungen und getanzt und gemeinsam gegessen. Tatsächlich hatte Tante Emma im traditionellen Dorfleben eine überaus wichtige Rolle inne, gleich nach dem Pfarrer und dem Bürgermeister. Sie war die Mutter für alle, die bestinformierte Person im Ort, und in ihrem Laden konnte man das Neueste erfahren oder seine Sorgen und Nöte mitteilen. Oft wusste Tante Emma guten Rat.




















Sonntag, 18. Mai 2014

Erfolg gegen Fracking


20140515_BentlyVictoryEPK-YouTube sharing.mov from David Lowe on Vimeo.

Erfolg: Nach Protesten wurde gestern die Lizens für Metgasco’s Gas-Fracking-Bohrungen in Australien ausgesetzt. Das Video zeigt die ersten Reaktionen der Menschen vor Ort – ein richtiges HAPPY-Video. Ein Signal für die ganze Welt, was friedlicher Protest bewirken kann.

Im April und Mai blockierten in Bentley im australischen Bundesstaat New South Wales tausende Menschen den Ort, an dem der Konzern nach “unkonventionellem Gas” bohren will. Die Gegend wird landwirtschaftlich genutzt und die Menschen wollen nicht, dass Wasser, Luft und Böden vergiftet werden. Mehr hier


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Quelle und Dank an: http://www.newslichter.de/

Mittwoch, 30. April 2014

Hausgemeinschaft wehrt sich

Die Hausgemeinschaft will das Haus kaufen, um es vor dem Zugriff von Investoren zu retten. Foto: Michael Bause
 
Die Bewohner des Mehrfamilienhauses in der Robertstraße 12 in Köln-Kalk sollen ausziehen. Ihr Zuhause soll zwangsversteigert werden. Jetzt wollen sie das Gebäude selbst kaufen und dem Kölner Immobilienmarkt dauerhaft entziehen.  Von
 
Kalk. 
Der Brief vom Kölner Amtsgericht kam Ende Januar, sein Inhalt war wenig geeignet, die Adressaten zu erfreuen. Ihr Haus in zentraler Lage in Kalk, hieß es in dem offiziellen Schreiben an die Bewohner der Robertstraße 12, werde zwangsversteigert. Der Termin sei auf den 26. März festgesetzt. Seitdem formiert sich unter den 14 Bewohnern der Widerstand.
Denn deren Beziehungen untereinander gehen weit über das sonst übliche nachbarschaftliche Verhältnis hinaus. „In den letzten Jahren sind wir nicht nur zu einer Hausgemeinschaft zusammengewachsen, wir sind auch alle untereinander befreundet. Wir leben auf vier Etagen wie in einer WG und wir wollen hier wohnen bleiben,“, sagt Johannes Schmitt, der wie seine Mitstreiter befürchtet, dass ein Verkauf des Hauses auch das Ende ihres langjährigen Zusammenlebens bedeutet. Die Bewohner haben deshalb einen Entschluss gefasst: Sie wollen bei der Zwangsversteigerung mitbieten und das Haus selbst kaufen. Das Besondere dabei: Mit Hilfe eines speziellen Vertragskonstrukts wollen sie sich verpflichten, das Haus später nicht mehr gewinnbringend zu veräußern. Es würde damit, so der Plan, dauerhaft dem Immobilienmarkt entzogen.
„R12“ haben sie ihr Hausprojekt, in Anlehnung an die Adresse, genannt. Es ist der Versuch, der Entwicklung auf dem unter Druck geratenen Kölner Wohnungsmarkt etwas entgegenzusetzen und billigen Wohnraum zu erhalten. Denn dass Alteingesessene durch steigende Mieten aus ihren Vierteln verdrängt werden, wird zunehmend zum Problem. Die Koalition in Berlin verhandelt derzeit über eine Mietpreisbremse, die Landesregierung NRW prüft, ob Städte Luxussanierungen und Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in begehrten Gegenden künftig verbieten können. Und die Stadtverwaltung in Köln bereitet eine Wohnraumschutzsatzung vor. Bereits im vergangenen Sommer hat sich in Köln die Initiative „Recht auf Stadt“ gegründet, die mit ihrer Aktion „Alle für Kalle“ erst kürzlich für Aufsehen sorgte.

Jahrelange Eigeninitiative der Mieter

Christiane Niesel wohnt seit 13 Jahren in der Robertstraße 12 und erinnert sich noch an die Zeit, als es für jedes Zimmer Einzelmietverträge gab. „Bad und Küche gab es nicht, die Dusche war im Zimmer eingebaut“, sagt die 46-Jährige. Dann ergriffen die Bewohner die Initiative, schlossen sich zu einer WG zusammen, bauten in ein Zimmer ein Bad ein, funktionierten ein anderes zu einer Gemeinschaftsküche um. Die Kosten trugen sie selbst und minderten dafür die Miete. Es folgten weitere Instandhaltungsarbeiten. „Wir haben das Dach geflickt, wenn es rein regnete, einen Hauptsicherungsschalter legen lassen, kaputte Leitungen repariert und den Schornsteinfeger bezahlt“, zählt Johannes Schmitt auf. Die Vermieter hätten sich um nichts gekümmert. „Ohne uns wäre das Haus heute abrissreif.“

Die Hausgemeinschaft der Robertstraße 12: Johannes Schmitt, Ben Rei und Jenny Bertram
Die Hausgemeinschaft der Robertstraße 12: Johannes Schmitt, Ben Rei und Jenny Bertram
Foto: Michael Bause
 
Unglücklich waren die Hausbewohner, anders als man vermuten könnte, über diesen Umstand nicht. „Die Vermieter haben die Verantwortung für das Haus praktisch an uns übergeben und wir sind darüber zu einer Gemeinschaft zusammen gewachsen“, sagt Jenny Bertram, die seit fünf Jahren dabei ist. Doch nun sehen sie ihr selbstverwaltetes, für einen künftigen Eigentümer aber womöglich inkompatibles Wohn-Modell in Gefahr. Die jetzigen Vermieter, eine Erbengemeinschaft, haben ihnen signalisiert, dass es mehrere Kaufinteressenten gebe.

Zuversicht in der Robertstraße

305.000 Euro ist das Mindestgebot beim Versteigerungstermin Ende März, zehn Prozent müssen direkt hinterlegt werden, um mitbieten zu können. Eine erhebliche Summe, doch die Bewohner der Robertstraße sind zuversichtlich, dass sie die Finanzierung hinbekommen, vorausgesetzt, die anderen Bieter treiben den Preis nicht zu hoch. Denn mit ihrer Initiative stehen sie nicht allein: Es gibt ein Netzwerk, das Gruppen wie der „R12“ hilft. Das 1992 in Freiburg gegründete „Mietshäuser Syndikat“ hat bundesweit bereits an rund 80 selbstverwalteten Hausprojekten mitgewirkt, 32 stehen in Warteposition. Über die Jahre ist so ein umfangreiches Know-how entstanden, das das Netzwerk an neue Projekte weitergibt. Das Syndikat bietet seinen Mitgliedern Beratungen in Vertrags- und Finanzierungsfragen an und es verfügt über Kontakte zu Banken als möglichen Kreditgebern (siehe „Start in Freiburg“). Die Ehrenfelder Hausgemeinschaft „3Lessi3“, benannt nach ihrer Adresse Lessingstraße 33, ist bereits seit 2007 ein Syndikats-Projekt und berät die Kalker Gruppe zurzeit. „Ein solches Projekt ist anspruchsvoll und viel Arbeit, weil man alles selbst regeln muss, von der Buchhaltung, über die Finanzierung bis zur Vereinsgründung und Bauplanung“, sagt Gesine Schütt von 3Lessi3. „Aber es ist machbar.“ Zumindest die Bietersumme haben die Bewohner der Robertstraße schon beisammen. Innerhalb von drei Wochen sammelten sie bei Freunden, Familien und Sympathisanten Privatkredite
 in Höhe von mehr als 30 000 Euro ein.

Start in Freiburg
Das Mietshäuser Syndikat entstand im Jahr 1992 in Freiburg aus einem Wohnprojekt heraus. Es ist eine Art Genossenschaft, aber auf anderer Rechtsgrundlage. Für jedes Mitgliedshaus wird eine GmbH gegründet.
Gesellschafter sind zu 50 Prozent die Bewohner über einen Hausverein. Die andere Hälfte übernimmt eine Dachgesellschaft, die „Syndikats-GmbH“. Deren Gesellschafter ist wiederum ein Verein, in dem alle Hausvereine Mitglieder sind.

Per Statut ist festgelegt, dass die Vereine der Bewohner über fast alle Angelegenheiten allein entscheiden – mit einer Ausnahme: Verkaufen dürfen sie nur, wenn auch das Syndikat zustimmt. Dieses bräuchte dazu jedoch die Zustimmung der anderen Mitglieder, darum ist der Verkauf praktisch ausgeschlossen. (jac)


Quelle und Dank an:  http://www.ksta.de